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Jubiläumsfeier
Rückblick auf 55 Jahre Altenkreis
von Angelika Hausdorf (7.10.2026)
Der Altenkreis hat mit einer kleinen Runde angefangen. 5-6 Frauen folgten dem Aufruf, von Brigitta Küchenberg, sich zu treffen um zu Quatschen. Was gibt es schöneres, als das Neueste aus dem Dorf zu erfahren oder über andere zu reden. Die Kinder spielten auf dem Fußboden und die Stricknadeln klapperten. Doch das Wachstum war enorm, die Vermehrung dauerte keine 9 Monate wie im normalen Leben, sondern nur wenige Wochen. Die Gemütlichkeit nahm ihren Lauf.
Bei der Veränderung der Teilnehmer wurden die Arbeiten umfangreicher. Helferinnen unterstützten Brigitta Küchenberg, die 18 Jahre die Leitung des Altenkreises hatte. Das Problem der Helferinnen mit ihren Kindern wurde ganz einfach gelöst. Wenn sie nicht wussten wo sie ihre Kindern lassen konnten, wurden sie mitgebracht, eine Spielecke eingerichtet und der krabbelnde Altenkreis hatte sein Vergnügen.
Die Zeit des nur Rumsitzen und Quatschen, hat sich im Laufe der Jahre mit vielen schönen Veranstaltungen geändert.
Mal ist es Gesang, Quiz, Bingo, Wahl der Maikönigin, Erntedankfest mit großer Verlosung, Dia- oder Filmvorträge, über Hitdorf, über viele aktuelle Themen, Urlaubsreisen, schöne Pflanzen, Tiere oder einfach verrückte Bilder zum Lachen. Ganz wichtig ist immer der Polizeiunterricht mit Sicherheitshinweisen und wichtigen Ratschlägen.
Besinnlicher sind die Weihnachtsfeiern, mit Besuch der Kinder vom Kindergarten und dem Nikolaus mit Gefolge. Ein Höhepunkt sind die stimmungsvollen Karnevalsfeiern mit Besuch vieler Tollitäten, Tanzgruppen und Büttenrednern.
Es wurden insgesamt 37 Jahresausflüge organisiert. Es waren Städtetouren mit Modenschau, Besuche Landesgartenschau, Schiffstouren auf verschiedenen Seen, Straußenfarm, Käsereien, ect. Zuletzt haben wir uns ins Ausland getraut, --- wir waren in einer Festung in Holland.
Also richtig langweilig war und ist es nie im Altenkreis.
Der wichtigste Punkt ist und bleibt aber, Kaffee und Kuchen.
Wird an der Eingangstür schon der Duft von selbstgebackenen Waffeln wahrgenommen, ist die Vorfreude auf die Kaffeerunde doppelt so groß. An Abwechslung hat es nie gefehlt.
Ein Thema muss einfach mal erwähnt werden.
Wir bekommen keine regelmäßigen Zuwendungen. Wir sind stolz auf die Eigenfinanzierung. Dafür möchten wir uns bei allen Spendern, ob groß oder klein, bei den Teilnehmern mit der Sammelbüchse, bei den treuen Helfern und den vielen Ehrenämtlern, für ihre jahrelange Hilfe und Unterstützung ganz herzlich bedanken. Weiter so.
Doch was wäre dieser Altenkreis ohne euch Senioren.
Euch allen gebührt ein Dankeschön für Eure Treue, für Eure Geduld beim Kaffee ausgießen und für Eure gute Laune.
Alles alles Gute bis zum nächsten Jubiläum.
Zu jedem Rückblick gehören ein paar Zahlen.
In der Zeit von, 1971 – 1988, wurden Karteikarten mit Namen geführt. In den 17 Jahren, waren ca. 211 verschiedene Personen unsere Besucher. Übrigens die älteste Karteikarte, hat das Geburtstagsdatum 25.3.1892.
Das muss man sich vor Augen halten. Wir haben Teilnehmerinnen gehabt, die nicht im letzten Jahrhundert geboren wurden, sondern 2 Jahrhunderte zurück. Wahnsinn.
Die aktuellen Zahlen:
Unsere Altenkreis-Nachmittage wurden insgesamt von ca. 27.451 Personen besucht. Die Zahlen wären noch höher, wenn wir nicht 18 Monate Ausfall wegen CORONA und zwei Jahre Hitzewellen gehabt hätten. Z.Z. haben wir 88 angemeldete Teilnehmer (mit Helferinnen).
Für jeden Teilnehmer wurden pro Nachmittag 2-3 Tassen Kaffee aufgeschüttet, also ca. 140 Tassen Kaffee pro Nachmittag. D.h. in den 55 Jahren wurden ca. 68.628 Tassen Kaffee gekocht. Wir hätten darin baden können.
D.h. aber auch, es wurden:
- 6.875 Tische und
- 27.500 Stühle gestellt,
- 27.500 Servietten gefaltet,
- 27.500 Teller und Tassen hingestellt und gespült, und und und
Es war und ist eine Meisterleistung von allen Helferinnen und Helfern.
Doch das sind noch nicht alle Zahlen. 18 Jahre hatte Brigitta Küchenberg die Leitung des Altenkreises, 24 Jahre Otti Geberzahn und seit 13 Jahren Angelika Hausdorf. In den 55 Jahren war eine Vielzahl von Helferinnen ehrenamtlich tätig. Teilweise jahrzehntelang.
Seit einigen Jahren haben wir auch Unterstützung von jungen Männern, die die Tische und Stühle stellen und wieder aufräumen.
Rechnen wir mal alle Arbeitsstunden der früheren und heutigen Helferinnen zusammen, dann kommen wir auf:
- 146 Jahre oder
- 1.760 Monate oder
- 21.120 Stunden
ohne die Vorbereitungen zu Hause. Und alles ohne Gewerkschaft.
Einfach nur Wahnsinn.

